Im Jahr 2009 feierte der Musikverein „Bertrada“ Mürlenbach sein 40-jähriges Vereinsjubiläum.

Unser Vereinsmitglied und langjähriger 1. Vorsitzender des Musikvereins, Herr Ernst Becker, hat anläßlich dieses Jubiläums in der Chronik des Vereins geblättert und dankenswerter Weise einen wunderschönen Rückblick auf
40 Jahre Vereinsgeschichte verfasst.

Vereinsgründung

Von 1930 bis in die fünfziger Jahre bestand in Mürlenbach eine Blaskapelle als eine Untergruppe des damaligen „Gesang- und Theatervereins Gemütlichkeit“.

Nachdem diese Gruppe auseinandergegangen war, wurde schmerzlich deutlich, was allen dörflichen Festen ohne die Umrahmung durch die Musik abgeht und welche Bereicherung eine Musikkapelle für das Dorfleben bedeutet.
Zu besonderen Anlässen – wie zur Fronleichnamsprozession – sorgte ein Musikverein aus einem Nachbarort Jahre hindurch für die musikalische Gestaltung.

Einige Mürlenbacher Musiker wirkten bei auswärtigen Musikvereinen mit, da sie im eigenen Ort keine Möglichkeit hatten, ihr Hobby auszuüben.

Der immer drängendere Wunsch nach einem eigenen Musikverein in Mürlenbach wurde von diesen Musikern, zusammen mit musikliebenden und heimatverbundenen Einwohnern schließlich in die Tat umgesetzt. Am 28. Januar 1969 gründeten sie den ersten eigenständigen Musikverein in Mürlenbach.

Der von der Gründungsversammlung gewählte Vorstand ging sogleich mit hoher Begeisterung an die Arbeit. Aufbau des Klangkörpers, Ausbildung, Instrumentenbeschaffung, Mitgliederwerbung und Bemühungen für die Schaffung der finanziellen Grundlagen waren vordringliche Aufgaben.

Der Verein hatte schnell Kontakte zu Nachbarvereinen und trat dem damaligen Kreismusikverband Prüm bei. Seit der Gebietsreform im Jahre 1970 gehört er dem Kreismusikverband Daun an.

Aufnahme aus dem Jahr 1971

Mitglieder und Vereinsvorstand

Den Mitgliedern „der ersten Stunde“ gebührt besondere Anerkennung für die Starthilfe, die sie der jungen Musikkapelle durch ihre vertrauensvolle Unterstützung gaben.

Von Anfang an wurden die „inaktiven“ Mitglieder als bedeutendes Element des ideellen Unterbaues und der materiellen Förderung in das Vereinsleben einbezogen.

Durch persönliche Ansprache der Dorfbewohner konnten viele Mitglieder geworben werden, und Ende 1969 zählte der Verein neben 22 aktiven Musikern bereits 65 fördernde Mitglieder.

Viele weilen leider nicht mehr unter uns. Das Werk, das sie mit großer Einsatzbereitschaft und viel Idealismus mit aufgebaut haben, gilt es zu fördern und zu erhalten.

Von den Begründern des Vereins sind zwei aktive Mitglieder von der ersten Stunde an dem Verein treu geblieben - in der Musikkapelle bis heute, sowie langjährig als Vorstandsmitglieder. Elf weitere Mitglieder unterstützen und fördern den Verein durchgehend seit dem Gründungsjahr.

Mitglieder, die dem Verein 40 Jahre (1969 – 2009) angehören
Becker, Ernst (40 J. aktiv in der Musikkapelle; langjährige Vorstandsarbeit)
Brück, Heinz
Erdorf, Rudolf (Langjährig tätig als Dirigent – bis 1990)
Keutgen, Hermann-Josef
Molitor, Andreas (+)/Agathe
Molitor, Leo
Oeffling, Theo (40 J. aktiv in der Musikkapelle; langjährige Vorstandsarbeit)
Schmitz, Josef (+)/Katharina
Schneider, Josef (+)/Susanna
Schüller, Richard (+)/Katharina
Schun, Johann
Thie, August
Traut, Ludwig

Im Laufe der Jahre fanden 24 Vorstandswahlen statt. Turnusmäßig wird alle zwei Jahre neu gewählt, einige Male wurden Ergänzungswahlen notwendig. Von 1969 bis zu seinem allzu frühen Tod im April 1971 war Josef Schmitz Vorsitzender. Danach führte Ernst Becker den Verein fast ein Vierteljahrhundert, bis Oktober 1995. Dann über-nahm sein Sohn Georg Becker für sechs Jahre die Leitung - bis Oktober 2001. Seitdem ist Jörg Oeffling Vorsitzender des Vereins – bis heute.

Musikkapelle und Dirigenten

Am 24. April 1969 – also knapp drei Monate nach der Vereinsgründung – konnte der erste öffentliche Auftritt gewagt werden: ein Geburtstagsständchen. Mit dem Dirigenten Rudolf Erdorf wurde wertvolle Aufbauarbeit geleistet. Er leitete die Musikkapelle von der Gründung an bis ins Jahr 1982, als er den Dirigentenstab aus Gesundheitsgründen übergab.

Aufnahme aus dem Jahr 1978 anläßlich des 10-jährigen Bestehens

Danach führte Nikolaus Bitzigeio von August 1982 bis November 1985 Regie. Die jährlichen Meldungen des Mitgliederbestandes an den Musikverband für diese Jahre dokumentieren den zahlenmäßig hohen Stand an Mitgliedern unserer Musikkapelle. Anfang 1985 betrug die Anzahl der Aktiven 56, davon 29 Jugendliche unter 18 Jahren – bis 25 Jahre alt waren 45 Aktive. Im Laufe des Jahres 1985 nahm die Anzahl der Aktiven sogar auf den höchsten Stand in der Vereinsgeschichte zu und betrug, einschließlich der Nachwuchsgruppe, 61 Musikerinnen und Musiker. So konnte neben der Musikkapelle ein Jugendorchester unterhalten werden. Bei auswärtigen Auftritten war gelegentlich die Bühne zu klein für unsere Musikgruppe.

Nachdem Nikolaus Bitzigeio aus Gesundheitsgründen sein Amt abgab, führte Dietmar Hahn den Dirigentenstab für einige Monate.

Von 1986 bis 1990 übernahm der langjährige Dirigent Rudolf Erdorf wieder die Leitung.

Friedhelm Oeffling dirigierte danach von 1990 bis 2001 sehr erfolgreich auf hohem musikalischem Niveau, bis er das Amt aus beruflichen Gründen abgab. Unter seiner Stabführung nahmen wir 1991 in Wittlich mit Erfolg am „Wertungs- und Kritikspielen“ des Landesmusikverbandes teil.

Mit Helmut Ehses konnte ab August 2001 ein Dirigent mit langjähriger erfolgreicher Leitung von Musik- und Gesangvereinen gewonnen werden. Die Musikkapelle war auf 18 Aktive abgesunken, einschließlich der Nachwuchsgruppe war die Anzahl auf 22 Mitglieder zurückgegangen. Auf Vorschlag von Helmut Ehses gründeten wir daher eine Spielgemeinschaft mit dem Musikverein Kirchweiler, der in ähnlicher Lage war. Da Helmut Ehses gleichzeitig dessen Dirigent war, erfolgte das Zusammengehen nahtlos und von Anfang an erfolgreich. Der Konzertabend am 29. März 2003 in Mürlenbach war der Auftakt des gemeinsamen Musizierens, das für beide Musikvereine einen musikalischen Aufschwung brachte und in bester Kameradschaft bis heute währt. Im März 2009 musste sich Helmut Ehses aus gesundheitlichen Gründen verabschieden. Die Spielgemeinschaft wurde einstweilig vom Vereinsvorsitzenden, dem Dirigenten Jörg Oeffling geleitet. Im August 2009 wurde die musikalische Leitung an Sylivia Brügel übertragen, die mit sehr viel Engagement unseren Verein leitet.

Zunehmend werden hohe Erwartungen an das Niveau der Musikkapellen gestellt, da Radio, Fernsehen und andere Tonträger die Maßstäbe mitbestimmen. Bei allem Streben nach musikalischen Fortschritten wird auch darauf geachtet, dass die Musik von den Ausführenden als schönes Hobby erlebt werden darf und keine Überforderung durch überhöhte Erwartungen eintritt. In dem Erlebnis der Gemeinschaft bei Proben und Auftritten wird Spaß an der Sache vermittelt. Dabei wird die Musik nicht als Selbstzweck ausgeübt, sondern um sich und anderen eine Freude zu bereiten.

In ihrer nun 40-jährigen Geschichte hat die Musikkapelle etliche markante Zeugnisse ihrer guten Leistungen vorzuweisen. Hörbare Belege sind zwei Schallplatten, die mit unserer Beteiligung produziert wurden: Die 1978 herausgegebene Schallplatte („Klingendes Eifelland“) mit dem „Mürlenbacher Burgmarsch“ und die 1988 erschienene Schallplatte/Musikkassette („Musikalische Grüße aus dem Landkreis Daun“) mit dem „Bertrada-Marsch“.

Aus unterschiedlichen – familiären, beruflichen oder auch persönlichen, meist vereinsseitig nicht beeinflussbaren – Gründen sind immer wieder Aktive aus der Musikkapelle ausgeschieden.

Im Verlaufe von vierzig Jahren musste auch der allzu frühe Tod aktiver Musiker hingenommen werden. Ihrer gedenken wir in dankbarer Erinnerung. Stetig galt es, die entstandenen Lücken aufzufüllen.

Jugendarbeit und Nachwuchsausbildung waren dabei immer besondere Anliegen des Vereins. Neben der Jugendarbeit wird auch großer Wert auf einen Stamm erfahrener Musikerinnen und Musiker gelegt, die in musikalischem Können und in kameradschaftlicher Hinsicht Vorbilder sein sollen.

Unsere Musikkapelle führt drei Generationen zusammen – von jugendlicher Lebendigkeit bis zur erfahrenen und treuen Beständigkeit bringt jeder seinen Anteil in die Gemeinschaft ein. Junge und ältere Musikerinnen und Musiker aus drei Generationen bilden heute die Musikkapelle – die Altersspanne beträgt mehr als 60 Jahre.

Nachwuchs

Bereits im Gründungsjahr wurden junge Leute für eine musikalische Ausbildung angeworben. In den ersten zwanzig Jahren des Bestehens erfolgte die Ausbildung des Nachwuchses stets in eigener Regie des Musikvereins „Bertrada“. Am 6. November 1971 konnte Dirigent Rudolf Erdorf die Ausbildung einer 20-köpfigen Nachwuchsgruppe beginnen, davon 7 Klarinetten, 7 Trompeten, 2 Tenorhörner, 2 Es-Hörner, 1 Flöte und 1 Schlagzeug. Bereits zur Kirmes 1972 war diese Gruppe mit noch 16 jungen Leuten, die das Ausbildungsziel erreicht hatten, auftrittsreif und gab ihr unvergessliches Debüt mit dem „Ave Maria“ im Festzelt.

Viele weitere Ausbildungslehrgänge wurden gestartet, mit der begeisterten Zustimmung der Eltern, die ja die Musikinstrumente für ihre Kinder kaufen mussten. Die Begeisterung und Hilfsbereitschaft eines Mitbürgers veranlasste diesen zu einer großzügigen Spende, mit deren Hilfe Instrumente für Kinder einer minderbemittelten Familie angeschafft werden konnten – im Sinne des Spenders.

Die stetige Nachwuchsarbeit der Dirigenten, zeitweise unterstützt durch Jugendausbilder aus dem Verein, später dann durch professionelle Ausbilder, führte zu dem angestrebten Erfolg. Hierzu haben auch die Fortbildungslehrgänge des Kreismusikverbandes Daun einen beachtlichen Beitrag geleistet. Jahrelang konnte so aus dem eigenen Jugendorchester die Eingliederung in die Musikkapelle erfolgen und deren Klangkörper vervollständigen.

Leider ist es heute schwerer geworden, ausreichenden Nachwuchs anzuwerben, vordergründig durch die gesunkene Zahl an Kindern und Jugendlichen, aber auch durch das inzwischen bei anderen in der Jugendarbeit aktiven Vereinen und Gruppen entstandene Angebot.

Interessenten an einer musikalischen Ausbildung sind herzlich eingeladen! Jederzeit herzlich willkommen sind auch ehemalige Mitglieder der Musikkapelle! Meldet euch an oder kommt mal zu einer Musikprobe!

Vereinsfeste und Ausflüge

Das Vereinsleben gestaltet sich für die aktiven Mitglieder vorwiegend durch Musikproben und Auftritte. Der Geselligkeit und Förderung der Kameradschaft dienten Vereinsausflüge, Familienabende, Weihnachtsfeiern, Wandertage und für die Jugend außerdem allerlei Aktivitäten, wie Film- und Disco-Abende, Nachtwanderungen sowie Fahrten in Freizeitparks.

Für alle Mitglieder wurde seit 1971 jährlich ein Familienabend gestaltet. Laut Vereinschronik „bewies bereits der erste Familienabend mit seinem harmonischen Verlauf, dass unsere Mitglieder sich als große Familie zusammen-gefunden haben. Das Fest war ein Höhepunkt im Gemeinschaftsleben des Dorfes.“ Die früheren Familienabende für die Vereinsgemeinschaft boten stets ein ansprechendes und vielfältiges Programm dar. Später wurden diese als „Konzertabend“ für alle, nicht nur für die Vereinsmitglieder, fortgeführt. Die Musikkapelle stellt seitdem bis heute (ausgenommen 2008, als kein Konzertabend stattfand) ihr jeweils neues musikalisches Jahresprogramm vor.

Eintägige Ausflüge führten den Verein u.a. an die Mosel, nach Köln, zur Rurtalsperre, nach Vianden, Luxemburg und zur Burg Eltz. Herausragend sind aber die mehrtägigen Studienfahrten nach Prag/Burg Karlstein (1992), Paris (1994) und London (1998).

Seit 1981 geht die Musikkapelle am frühen Morgen des 1. Mai zum Maiwecken durchs Dorf (2008 wurde die Tradition unterbrochen). Am Vorabend wird die Feuerwehr mit dem Maibaum am Ortseingang mit Musik begrüßt und der Zug zur Kyllwiese geleitet. Ein stimmungsvolles Konzert mit Weisen zum Frühling und Mai begleitet dann die Arbeiten zur Aufrichtung des Maibaumes.

Kreismusikfest 1971

Bereits 1971 setzte der Kreismusikverband Daun großes Vertrauen in unseren noch jungen Verein, indem er uns die Ausrichtung des XII. Kreismusikfestes des Kreises Daun übertrug, das unter der Schirmherrschaft von Landrat Urbanus gefeiert wurde. Es war gleichzeitig das erste Kreismusikfest des neugestalteten Kreises Daun. Der Schirm-herr konnte neben den „Altvereinen“ seines Landkreises neun Musikvereine begrüßen, die infolge der Gebiets-reform hinzugekommen waren.

Mit viel Idealismus war das Fest vorbereitet worden. Das große geschmückte Festzelt am Bahnhof war zwei Tage lang voller Blasmusik und Unterhaltung. Das Fest hatte eine überaus positive Resonanz. Die „Trierische Landes-zeitung“ berichtete: „Eine besondere Attraktion war das große Feuerwerk, das von den umliegenden Bergen auf Dorf und Burg niedersprühte. Gespensterhaft leuchteten die angestrahlten Türme der Bertrada-Burg ... eine hohe beleuchtete Wasserfontäne sprühte aus der Kyll. Ein Fest, das für den gastgebenden Verein, für alle Mitwirkenden und speziell für den Musikverband des Kreises Daun ein großer Erfolg in den Bestrebungen zur Erhaltung der Volksmusik war.“

Mit dem Stichtag des Kreismusikfestes 1971 führt unser Verein den Beinamen „Bertrada“.

Burgfeste

Der Musikverein „Bertrada“ begründete 1973 die Tradition der Mürlenbacher Burgfeste. Mancherorts werden heute ebenfalls „Burgfeste“ gefeiert, die aber nicht eine solch lange Tradition aufweisen können.

Mit viel Idealismus wurde damals im Umfeld der Burg gearbeitet und das Gelände des Burggartens (die heutige „Burgwiese“) regelrecht aus seinem Dornröschenschlaf freigerodet. Wagenweise musste Schutt aus den Türmen sowie verfallene Schuppen von dem Gelände geräumt werden. Dann konnte das erste Burgfest in dieser roman-tischen Atmosphäre gefeiert werden. Seither wird das Mürlenbacher Burgfest alljährlich (mit Ausnahme von 1999) mit der stattlichen Bertrada-Burg als Kulisse veranstaltet.

Unser Musikverein hat – seinem Namen „Bertrada“ verpflichtet – nicht nur die Initiative zur erstmaligen Ausrichtung des Burgfestes entwickelt, sondern danach auch die entscheidende Beständigkeit zur Fortführung der Festtradition eingebracht.

Anlässlich eines Burgfestes bewiesen die Damen des Vereins ihren Einfallsreichtum. Als schon am frühen Nachmittag der angebotene Kuchen alle war, richteten sie spontan eine Waffelbäckerei ein. Bevor der (männliche) Vorstand etwas mitbekam, waren Teige angerührt und die Waffeleisen in Betrieb.

Das Burgfest wurde 1992 zum 20. Mal gefeiert und vom Musikverein „Bertrada“ besonders festlich gestaltet. Es fand zum 1250. Geburtsjahr Karls des Großen an dessen legendärer Geburtsstätte statt. Die Renovierungsarbeiten an den Mauern und nun bedachten Türmen der Burg waren abgeschlossen. Wieder gab es für unseren Verein viel zu tun, denn das Gelände war sehr mitgenommen. Die Reste der Baustelle wurden beseitigt und die Burgwiese wurde von uns wieder neu eingesät.

Freitag, Samstag und Sonntag erfüllten insgesamt 16 Musikgruppen die Burg mit ihren Klängen. Minnesänger, Märchenerzählerin, Drehleier-Spielerin oder ein Posaunenchor – viele sorgten für eine wunderbare „burgenhafte“ Idylle.

Die besondere Attraktion dieses 20. Burgfestes war ein Mittelalterlicher und Historischer Handwerkermarkt, der die Burgwiese überzog. Diesen hatte Harry Endter (+), ermöglicht und die Schirmherrschaft darüber übernommen. Kunstschmied, Korbflechterin, Holzbildhauer, Töpfer arbeiteten in fast vergessenen Techniken. Ikonenmaler, Glasbläser, Kerzenzieher, Kupferschmied und andere zeigten die Künste ihres Handwerkes.

Die alljährlichen Burgfeste und die damit ausgelösten Aktivitäten haben vielen Besuchern die historisch sehr bedeutende Burg mit ihrer großartigen Vergangenheit nähergebracht.

Musikfeste und Konzerte

In den 40 Jahren hatte die Musikkapelle rund 1200 (eintausendzweihundert) Auftritte!

Die Ausrichtung zahlreicher Vereinsfeste erforderte oft genug den unermüdlichen Einsatz der Vereinsmitglieder. Dank der Mitarbeit vieler Helfer konnten im Laufe der Vereinsgeschichte eine Reihe gut gelungener Feste veran-staltet werden, mit großartiger Resonanz in der Bevölkerung.

Einige Musikfeste fanden jeweils zur Mürlenbacher Kirmes statt, wobei früher auch der Kirmesmontag ein festlicher Tag war und die Leute abends in das Festzelt zu Geselligkeit, Musik und Tanz führte. In den ersten Jahren mussten viele starke Hände mit anpacken, um die schweren Holzzelte auf- und abzubauen. Die späteren Aluminiumzelte waren wesentlich leichter zu handhaben. Heutzutage ist die Gestaltung von Musikfesten und Kirmesfeiern viel einfacher, denn diese werden im und am Bürgerhaus gefeiert, wo schöne Räume mit allen Versorgungs-einrichtungen vorhanden sind.

In der stolzen Reihe der Vereinsfeste ragt das Musikfest 1976 heraus, das unter der Schirmherrschaft von Staatssekretär Dr. Alois Mertes (+), MdB, stand.

Bereits ein Jahr später – Kirmessamstag 1977 – richtete unser Verein den II. Kreisjugendmusiktag des Kreis-verbandes Daun „mit viel Musik und wenig Worten“ aus. Unvergesslich ist der Gemeinschaftschor mit mehreren hundert jugendlichen Musikerinnen und Musikern im Festzelt an der Kyll.

Neben eigenen Vereinsfesten pflegt die Musikkapelle vielfältige Kontakte zu befreundeten Musikvereinen durch Teilnahme an deren Festlichkeiten.

Im Heimatort Mürlenbach finden jährlich bis zu 20 Auftritte der Musikkapelle zu kirchlichen und weltlichen Anlässen statt (Karnevalszug, Platzkonzerte, Maifeier, Fronleichnam, St. Martinszug, Weihnachtsständchen – um einige zu nennen). Bis zur Schließung des Alten- und Pflegeheimes Don-Bosco-Haus bewies die Musikkapelle ihre Verbunden-heit mit den Angehörigen unserer Gesellschaft, die alt und krank sind, durch Sommerkonzerte und die jährlichen musikalischen Weihnachtsgrüße am Heiligabend in der Kapelle des Heimes (zuletzt 2004).

Meilensteine im Musikleben des Vereins sind die Mitwirkung bei den Bundesgartenschauen in Bonn und Düsseldorf, die musikalische Vertretung des Landkreises Daun bei den Rheinland-Pfalz-Tagen in Koblenz und Andernach, Platzkonzerte in der Stadt Luxemburg, im Zoo von Antwerpen, beim Bundesschützenfest in Mettmann, bei Schützenfesten in Friesheim, Düsseldorf-Heerdt und Kaarst oder auch bei großen Umzügen in den Hochburgen des Karnevals.

Ausblick und Dank

Heute blicken wir zurück auf 40 Jahre Vereinsleben, mit einer schwierigen, aber doch sehr erfolgreichen Aufbauzeit, mit vielen musikalischen Erfolgen und hervorragenden Konzerten, mit glanzvollen Festen und unvergesslichen Fahrten.

Nicht zuletzt ist das 40-jährige Vereinsjubiläum ein Anlass, zu danken: den Begründern, die den Verein aus der Taufe gehoben haben, den Musikerinnen und Musikern, Vorstandsmitgliedern und Dirigenten, allen Mitgliedern des Vereins, und den vielen, die den Verein bisher so tatkräftig in finanzieller und ideeller Weise gefördert haben.

Vielen ist herzlichst zu danken, die damals und heute für den Verein da waren.

Dabei vergessen wir nicht unsere Mitglieder, die zu diesen Erfolgen beigetragen haben und das 40-jährige Vereinsjubiläum nicht mehr mitfeiern können.

Nun gilt es, das aufgebaute Werk in der Gegenwart mit Freude fortzuführen und weiterhin in Treue zum gedeihlichen Fortbestand zu wirken. Die Dörfer brauchen ihre Vereine besonders in der heutigen Zeit, die immer mehr durch eine fortschreitende Aushöhlung des Lebens auf dem Lande gekennzeichnet ist. Die Situation des Verlustes und der Entwertung des Lebens auf dem Lande geht immer weiter und hat auch in Mürlenbach bereits deutliche Spuren hinterlassen. Vor diesem Hintergrund wollen wir umso mehr unser Vereinsleben pflegen und fördern und dem alten Kulturgut Volksmusik seinen Platz im gesellschaftlichen Leben des Dorfes und darüber hinaus erhalten.

In diesem Sinne will der Musikverein „Bertrada“ gemeinsam mit seinen Gästen sein 40-jähriges Bestehen feiern. Alles Gute dem Musikverein „Bertrada“, mit den besten Wünschen für eine weitere erfolgreiche Zukunft!

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